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Simon Semmler wird im Buch als Margrets jüngerer Bruder vorgestellt, also ist er Friedrichs Onkel. Er ist ein kleiner, unruhiger Mann, dessen Äußeres einem schmierigen, hinterlistigen Hecht gleicht. Die Leute halten ihn für einen unheimlichen Gesellen, der fatalen Händel sucht. Simon wirkt auf andere sehr bedrohlich und unsympatisch. Er kann seine Facetten sehr gut wechseln. Mal ist er einer mit dicktuender Verschlossenheit, ein anderes Mal einer, der nach Treuherzigkeit sucht. Interview mit Simon Semmler am Sterbebett- Rückblick auf sein Leben 1. Wie war Ihre Beziehung zu Ihrer Schwester Margret Mergel? -Es war ausgesprochen gut. Da sie ja ein Weib ist, war sie schon seit unserer Kindheit sehr abhängig von mir, dem Mann im Hause. 2. Was dachten Sie über Hermann Mergel ? -Ich musste ja mit ihm auskommen, da er der Mann meiner Schwester Margret war. Trotzdem vermied ich es, ihm über den Weg zu laufen. 3. Was denken Sie über Holzfrevel und die Blaukittel? -Da kann ich insgesamt nicht viel dazu sagen, aber ich bewundere die Blaukittel, da sie sich den Förstern in den Weg stellen und für ihre Vorstellung Gerechtigkeit sorgen.Man kann es Holzfrevel nennen, aber ich denke, dass wenn man etwas nimmt, was niemandem gehört, kann man es kaum Diebstahl nennen. Die Förster wollen uns doch nur unsere Mutter Natur verbieten. 4. Sie haben bestimmt von dem Mord am Förster Brandis gehört. Was halten Sie davon? -Ein Mord ist immer eine schreckliche Tat, außer wenn man dabei für Gerechtigkeit sorgt. Ich denke, dass es die Stunde der Gerechtigkeit war, als der Förster umgebracht wurde. Der Mörder wird schon seine Gründe gehabt haben. 5. Wie war Ihr ihr Verhältnis zu Friedrich? -Friedrich war wie ein Sohn für mich, obwohl er in mancher Hinsicht sonderbar war. Das hatte er wahrscheinlich von seinem Vater. 6. Und wie war Ihr Verhältnis zu Johannes Niemand? -Er war sehr zurückhaltend und schüchtern, aber er könnte sehr gut arbeiten und war immer zur Stelle, wenn ich ihn gebraucht habe. 7. Was denken Sie über den Mord an Aaron? -Ich finde es allerhand, dass ein Jude sich traut Friedrich dermaßen in den Dreck zu ziehen. Zwar hat Friedrich überreagiert als er ihn umgebracht hatte, aber seine Wut war berechtigt. Und wer kann schon beweisen, dass Friedrich der Mörder war?! 8. War es für Sie vorstellbar, dass Friedrich mordet? -Als ich davon mitbekam, dachte ich es wäre ein Scherz. Aber da es ernsthaft wahr ist, war ich mir sofort sicher, dass Friedrich einen treffenden Grund gehabt haben musste. Er ist ein guter Junge und weiß was er tut! 9. Was halten Sie von der plötzlichen Flucht Friedrichs und Johannes? -Er war mit seinem Gewissen nicht im Reinen, doch ich könnte mir vorstellen, dass es Johannes Idee war, da er schon immer ein Feigling war. 10. Was glauben Sie wie es Friedrich jetzt geht? Wissen Sie, wo er sich befindet? Haben Sie nach seiner Flucht noch einmal was von ihm gehört? -Ich habe bedauerlicherweise nichts mehr von ihm gehört. Ich mache mir große Sorgen. 11. Gibt es irgendetwas, was Sie in ihrem Leben bereuen? -Jetzt, so knapp vor meinem eigenen Tod blickt man auf die Vergangenheit zurück, dass würde jeder tun. Es gibt Dinge, die ich nicht noch einmal so machen würde, aber meine Zeit hier ist abgelaufen, ändern kann man nun nichts mehr. 12. Was war das Wichtigste, was in ihrem Leben passiert ist? -Allgemein, dass man für Gerechtigkeit gesorgt hat und dass man für das gekämpft hat, was im Sinn des Dorfes wichtig ist. Persönlich, war mein Neffe Friedrich das, was ich im Reich Gottes am stärksten vermissen werde. von Angela
- Die Judenbuche
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